Mittwoch, 23. April 2014

Spiegel Bestseller jetzt zweiformatig

Über Ostern hatte ich Besuch aus dem engen familiären Umfeld. Dieser Besuch hat sich darüber erstaunt, dass wir unsere Dateien nicht auch als Mobi anbieten, wo doch in Bus und Bahn fast jeder auf einem Kindle Reader liest.

Nun, in der Tat ist dieser Einwand nicht ganz abwegig. Selbst wenn nur jeder Zweite auf einem Kindle liest, ist das immer noch fast die Hälfte (hmm ... ziemlich genau die Hälfte sogar).

Natürlich kennt jeder Calibre und kann die Epubs wandeln. Aber ich stelle doch fest, dass im englischsprachigen Raum immer beide Formate angeboten werden, während wir in Deutschland überall nur Epub anbieten.

Logisch ist an eine Konvertierung des Archives oder auch der Updates (in diesem Monat etwa 1.500 Dateien) nicht zu denken. Da kämen wir auf fast 100GB und müssten sogar bei den Torrents splitten.

Es geht um die Angebote in den Forumsbeiträgen. Da ist die Frage, ob wir uns Mobilism.org nicht zum Vorbild nehmen sollten. Auch die Bestseller Angebote bei The Pirate Bay sind zweiformatig ... wenn sie nicht aus Deutschland stammen ;-)

Ich gebe aber zu, dass diese Anregung in unserem Forum kontrovers diskutiert wird. Nicht jeder Moderator sieht die Notwendigkeit ein, den Leser das bisschen Umwandlung abzunehmen. Für andere Mods ist die Umwandlung im Zuge der Befreiung nur einen Klick entfernt.

Jedenfalls werden wir die Spiegelliste, die heute erscheint, nicht nur komplett kaufen, sondern auch mal zweiformatig anbieten.

Kommentare:

BetterLetter hat gesagt…

Selbst wenn - wie du postulierst - etwa 50 % der E-Leser zu den kindle-Anhängern zählen, sind es im Umkehrschluss doch auch 50 %, welche sich dem Mobi-Knebel nicht zwangsläufig aussetzen und für genau jene würdest du meiner Meinung nach das Angebot unattraktiver machen. Denn wenn ich das richtig verstanden hab würden dann alle Bücherpakete - grob überschlagen - doppelt so groß sein und der Logik folgend auch nur für 50% der .... ich nenns mal kraut .... ansprechend sein. Ferner bin ich der Ansicht, dass Kindlekonsumenten eher die gutgläubigen ehrlichen Ebook-käufer repräsentieren, was die Nutzen eines solch zweigleisigen Formatangebotes noch einmal relativiert. Zudem kann ich mich an Zeiten erinnern, in denen die ideologie der Szene einen Sturz von Global Playern der Branche verfolgte. Da nun hier Amazon an erster Stelle denke ich das es unklug wäre den Realease auf dessen gängiges Format auszuweiten. Viele werden nun mit dem Argument kommen, dass man mit eben jenem zweiformatigen Angebot, Amazon die Kunden abgraben kann. Das sehe ich etwas anderes. sicher ist es über Kurz ein Lösung, jedoch sitzt das Problem tiefer. Das Abgraben muss präventiv passieren, soll heißen die potenziellen E-Leser müssen davon überzeugt werden das Amazon mit Kindle, Mobi, Knebel und co. einfach mal die schlechtere Wahl ist. Es muss verdeutlicht werden das EPUB'S (zumindest im deutschsprachigen raum)nunmal die Nase vorn haben. Vielliecht wäre dabei ein hinweis zu epub-kompatiblen Alternativgeräten in jedem Angebot ratsam. Ich glaube das dies die einzige Zwinge ist in die man Amazon pressen kann. Wenn nun aber Mobi-releases verteilt werden gibt man Amazon nur noch mehr Nährboden.
Ob ihr meinen Standpunkt nun gutheißt oder nicht bleibt jedoch die tatsache: Wer sich Ebooks zum nulltarif beschaffen möchte muss wissen wie es geht und sollte sich für eine konvertierung (die pro ebook EINEN KLICK und EINE SEKUNDE dauert) nicht zu fein sein und zudem dankbar sein das es Menschen gibt die noch aus unkommerziellen Stücken heraus releasen. An dieser Stelle ###PUSH @ Spiegelbest ###

RazorbladeRomance hat gesagt…

Grundlegend freue ich mich, wenn es sowohl mobi als auch epub gibt. Ich lese nun einmal auf einen Kindle und die automatische Konvertierung von Calibre funktioniert nicht immer soo toll.
(Übrigens, alle anderen Menschen, die ich mitversorgt habe, lesen ebenfalls auf einem Kindle, ich kenne tatsächlich niemanden mit einem anderen Reader).

Anonym hat gesagt…

Ich habe mir, um eben nicht vom Kindle-Format abhängig zu sein, den Tolino Shine gekauft ( hatte zu diesem Zeitpunkt schon eine Vielzahl von epubs auf meiner Festplatte). Wer in diesen Dingen Amazon unterstützt hat halt etwas Mehraufwand mit dem Umwandeln. ;)

Anonym hat gesagt…

Ich sehe es wie BetterLetter! Man sollte Amazon mit seinem Sonderweg auf keinen Fall unterstützen! Amazon ist wie Apple ein typischer US Konzern der die Konsumenten zu seinen Spielregeln zwingen will, wer sich dies antut hat den Sinn des digitalen Zeitalters, nach meiner Meinung, nicht begriffen.
Deswegen, nein, mobi braucht es ganz gewiss nicht!

Anonym hat gesagt…

@razorblade
ebookspender wird auch nur mit calibre wandeln.
Alle Menschen die ich mitversorge haben epub-Reader (und das sind inzwischen einige)
Kommt wohl immer darauf an wer den Anfang macht.

BetterLetter hat alles notwendige gesagt.

Neugieriger hat gesagt…

Ich denek nicht, das die Buchpiraten auch noch die Fahne für bestimmte Formate oder gegen bestimmte Unternehmen ergreifen sollten, die "Moralkelle" gegen amazon macht sich in Piratenhand auch eher uncool......;-)

Von daher, solange 50% im Raum stehen, spricht rein gar nichts gegen beide Formate.

Nox hat gesagt…

Ich sehe es wie BetterLetter, den Sonderweg den Amazon einschlägt, sollte man nicht unterstützen. Epub ist ein offener Standard und die Nutzer wissen, wie sie an ihre Quellen kommen.

Der Kindle ist ein Gerät, der es der Kaufkundschaft bequem macht. Der Preis dafür ist nunmal, das Amazon dem Leser über die Schulter schaut.

Insofern - epub für die freie Welt, mobi für Amazon-Nutzer. ;-)

Bei Kaufbüchern ist es so, das
die Daten zum Leseverhalten an Amazon übertragen werden - welche Bücher, wann, welche Seiten, welche Textpassagen wie oft gelesen, welche Textpassagen werden übersprungen, etc. Quasi ein Blick in das Gehirn der Leser.

Was mich interessiert ist folgende Frage: wenn man den Kindle am PC anschließt ohne ein Konto bei Amazon zu haben oder je Bücher dort zu laden, merkt der Kindle, wenn er über den PC ans Internet angeschlossen ist?

Und übertragt er auch dann Daten (egal wie harmlos diese sein mögen)? Und wie ist das generell bei Ebookreadern, telefonieren die nach Hause wenn man sie an einen Internetfähigen PC anschließt?

Vielleicht kann da mal jemand (der sich damit auskennt) den Traffic mitschneiden und schauen, was da so an Daten abfällt?

Anonym hat gesagt…

Wer wird sich 90 Bücher auf den e-reader werfen? Für die 1,5 Titel (der Bestenlisten) die ich lesen werde, kann ich schon calibre benutzen. Für mich reicht es.

Spiegelbest hat gesagt…

Die Gegenüberstellung derselben Liste in den unterschiedlichen Formaten ist ja nicht uninteressant.

Das mag in England anders sein - wo Mobi immer angeboten wird - aber bei unserer Spiegelliste haben wir momentan ein ungefähres Verhältnis von 7:1 zugunsten von Epub. Mobi wird nachgefragt, aber lange nicht so, wie ich dachte.

Ist jedenfalls eine interessante Frage, warum das so ist.