Samstag, 29. März 2014

Die SPIEGEL Bestseller auf Spiegelbest.me

Die SPIEGEL-Bestseller soll der Schwerpunkt auf unserem Release-Blog Spiegelbest.me werden. Wir werden natürlich weiterhin alles freistellen, was Lysander-Lul von uns holt. Das verlangt quasi die Ehre eines unkommerziellen Buchpiraten. Es ist dies aber nicht mehr als ein Spielchen (jedenfalls für uns).

Ich würd mal sagen, ein Nick ist eine Verpflichtung. Und so arbeiten wir uns schon jahrelang an der Spiegelbest(enliste) ab. Haben immer wieder mal ausgesetzt und dann wieder mühsam aufgeholt.

Wir werden also am Donnerstag den größten Brocken - die Hardcover Belletristik 1-50 - komplett haben, wenn es uns möglich ist. Dazu kommen am Mittwoch die Paperback Belletristik 1-20 und die Hardcover Sachbuch 1-20. In dieser Reihenfolge und je nach Kassenlage werden wir die Listen freikaufen.

Der Anfang ist immer schwer, aber er ist gemacht. Was von Woche zu Woche hinzukommt, ist überschaubar (hoffen wir). Jedenfalls sammeln wir in Ebookspender.me ab sofort auch für die Bestseller und haben schon ein kleines Guthaben. So ein Nick wie 'Spiegelbest' verpflichtet ja nicht nur, sondern kann echt ins Geld gehen!

Die SPIEGEL Bestseller sind etwas besonderes, weil sie geradezu exemplarisch vorführen, dass es zwischen Schreiben und Lesen in Deutschland eine soziale Schranke gibt. Die mediale Aufmerksamkeit wird geschaffen, um sie dann (in den meisten Fällen) zu enttäuschen. Wer Geld hat, darf lesen. Wer kein Geld hat, darf vor sich hinträumen. Ich bin kein Kommunist, aber in dieser Frage schon.

Wir befreien also zuvorderst die Bestseller. Wir befreien mithin die orange-roten Listen und die Stapeltische in den Eingangshallen des Großbuchhandels. Lesen ist ein Menschenrecht. Holen wir uns, was uns gehört!

Hohle Phrasen? Okay, mal auf den Punkt gebracht: Ich lese im Augenblick Sasa Stanisic - Vor dem Fest. Das Buch ist eine Werbung für das Lesen. Wenn es nach mir geht, soll es ein Werbegeschenk sein.

Wenn ich im Bus sitze und Leute mit ihren Readern sehe, dann bin ich stolz, dass wir das Lesen wieder zu dem machen, was es einmal war. So traurig es ist: Das Ebook von Stanisic kostet € 15,99 und hat den Schutz drauf. Ohne groß nachzudenken, mach ich den Schutz weg und setz den Preis auf € 0,00! So traurig es ist, aber ich denk nicht groß drüber nach ...

Mit der Digitalisierung haben die Bücher ein Eigentumsproblem. Es ließe sich ebenso  sagen, dass die Bücher digitalisiert kein Eigentumsproblem mehr haben.

Kommt auf die Perspektive an ...

Kommentare:

sowhat hat gesagt…

Zitat: Das Buch ist eine Werbung für das Lesen. Wenn es nach mir geht, soll es ein Werbegeschenk sein.

Ich bin für freie Bildung und Unterhaltung. Ja, daß ist mir eine Menge wert. Jeder sollte das Recht haben sowohl die von ihm gewünschte Unterhaltung als auch Bildung zu erlangen.

Allerdings ist eine simple 4free-Variante nicht zielführend. Die Kunst- und Wissenschaffenden bedürfen einer angemessenen Entlohnung. Und angemessen kann da sehr weit gefächert sein: von wenig bis unverschämt viel.

Nur wer kommt dafür in der Warez-Scene auf? Es kann nur eine Lösung im Rahmen der Piraterie geben - Es sind jene, die über das nötige Geld verfügen und Wert auf diese Art des Schaffens legen.

Der einfachste Weg ist sicherlich, das entsprechende Werk ganz regulär zu erstehen. Mir schwebt aber da etwas anderes vor. In meinen Träumen sehe ich die Möglichkeit anonym für den/die Schaffenden zu spenden ... nur um klar zu stellen, damit meine ich die Autoren usw. und nicht die Piraten.

Ich bring mal ein Beispiel abseits der Bücher. Nächste Woche beginnt die neue Staffel von "Game of Thrones". Ich werde mir das ganze über BitTorrent holen. Die ausstrahlenden Pay-TV Sender will ich aber nicht abonnieren. Die Serie aber will ich unbedingt auch weiterhin sehen. Gäbe es die Möglichkeit, speziell für die Serie zu spenden, ich wäre sofort dabei.
Und gleiches gilt sicher auch für Bücher. Von mir wertgeschätzte AutorenInnen unterstütze ich gerne. Und am liebsten würde ich es direkt tun, wenn ich es denn nur könnte. Kaufe ich ein Buch, verdient er/sie nur einen Bruchteil davon. Und Verlage und Buchhandlungen haben bei Warez keinen Anspruch.

Und jetzt kommt mir noch eine gewagte Idee: Könnte man nicht einen Teil der gespendeten Gelder (vielleicht 5 bis 10%) an die beliebtesten Autoren zurückgeben. Man könnte im Forum abstimmen. Wäre mal was ganz Neues und käme vielleicht auch bei den Spendern ganz gut an.

Anonym hat gesagt…

Ich habe nicht nur keinen Lieblingsautor, ich empfinde auch 90 Prozent der veröffentlichten Bücher ganz einfach als Schrott! Autoren bekommen über die VG Wort Geld, dafür müssen 100 Exemplare verkauft sein oder mindestens 4 Exemplare in Bibliotheken stehen. Also so viel wird dafür nicht verlangt.

Anonym hat gesagt…

Schlechte Autoren zu Spendenempfängern zu machen ist eine blöde Idee - gute Autoren zu Spendenempfängern zu machen ist eine saublöde Idee. Die schlechten Autoren von Vampirporno und anderen Mist verdienen genug. Die guten Autoren die wenig oder nix verdienen mussten immer schon einen zweiten Beruf, z. B. Lehrer, ein ehrenwerter Beruf, nachgehen Übrigens müssen immer mehr Menschen mit 2 od 3 Jobs leben, das ist kein schönes Leben aber die Schreiber trift es eben auch.

Anonym hat gesagt…

Hey Spiegelbest... angesichts der Kommentare, wie wäre es mal mit einem befreiten Duden?

Kein Wunder, daß die Arbeit der Verlag gering geschätzt wird. Um den Wert eines guten Lektorates wertzuschätzen, braucht es eine gewisse sprachliche Grundausstattung.

Anonym hat gesagt…

Hier schreibt einer:
(Zitat) >> Schlechte Autoren zu Spendenempfängern zu machen ist eine blöde Idee - gute Autoren zu Spendenempfängern zu machen ist eine saublöde Idee. Die schlechten Autoren von Vampirporno und anderen Mist verdienen genug. Die guten Autoren die wenig oder nix verdienen mussten immer schon einen zweiten Beruf, z. B. Lehrer, ein ehrenwerter Beruf, nachgehen Übrigens müssen immer mehr Menschen mit 2 od 3 Jobs leben, das ist kein schönes Leben aber die Schreiber trift es eben auch. << (Zitat Ende)

Manchmal bleibt ein em der Mund offen, wenn man solche Kommentare liest. Aber ich glaube, dass solche Kommentare von verbitterten Menschen kommen, die mit Schrecken erkannt haben, wie belanglos ihr Dasein ist. Leute die zwar halbwegs gut verdienen, aber ihr Leben in dem Wissen verbringen, dass sie niemals etwas eigenes in die Welt gebracht haben und auch nie werden (jedenfalls nichts, was über bloße Reproduktion hinaus geht.)

Liebe Autoren, ihr sollt viel Geld verdienen, mehr als alle Buchhalter, Aufsichtsräte, Bankbeamte, leitende Angestellte (bin auch einer) und Abgeordnete, denn ihr bringt mehr Freude in unser Leben, ihr gebt uns uns etwas und darauf dürft ihr stolz sein. Ihr gebt uns Unterhaltung und ihr gebt uns tiefe Gedanken, ihr schickt unser Denken auf neue Wege und verleitet uns zu eigenen. Ihr seid großartig. Ich danke euch allen dafür, den einfachsten Schreibern und dem größten Dichtern. Ihr sollt keinen einzigen Job haben! Ihr sollt schreiben und das soll nicht zum "Job" werden. Denn Menschen, die einen Großteil der Tage mit einem "Job" verbringen, schreiben am Ende solche Texte, wie den den eingangs erwähnten. "Jobdienstleister" verarmen offenbar, wenn auch nicht materiell, doch sie zeigen eine geistige Insolvenz. Nein, eigentlich können sie einem Leid tun. Man spürt in jedem Wort den Mangel und man fühlt ihren Neid. Solche Menschen werden immer in den Niederungen des ständi9gen Mangels böleiben. Ihr eigenes Denken und ihr Missgunst hält sie dort fest.

Anonym hat gesagt…

"tiefe Gedanken" in der heutigen Literatur - eher selten. Seichte Unterhaltung ist das Motto der meisten Verlage. Ja die "Jobdienstleister" sind in der Mehrzahl (Neid konnte ich bei dem Kommentar um 9.45 keinen spüren). Leben sollen sie alle gut, ohne Spenden und Almosen. Auch die Damen und Herren im Elfenbeinturm und Wolkenkuckucksheim.

Anonym hat gesagt…

Wer da geistige Insolvenz bewiesen hat ist klar. Was erlaubst du dir? "Jobdiensleister" runter zu machen ist einfach nur erbärmlich. Autoren mit Spenden beglücken. Geht es noch tiefer? Unbedingt die Schreibinkontinenz behandeln lassen, weil: in der Kürze liegt die Würze!

Anonym hat gesagt…

Sука блядь!

Anonym hat gesagt…

Na Chuj!

schkla hat gesagt…

Mir fällt seit vielen Wochen auf, daß es auf Lesen.to alles das gibt, worüber hier noch philosophiert wird: sämtliche Spiegellisten, natürlich auch alles, was bei SB und lul aktuell angeboten wird. Woher haben die das nur? Piraten sind eben Piraten, ohne Ehre und Gefühle für Recht und Gesetz.

L.Angfinger hat gesagt…

Mir ist lesen.to am allerliebsten - keine endlosen Diskussionen, keine Abzockerei, keine Beleidigungen und Kriegsgesänge und immer aktuelle und schöne Bücher.

Ein Hoch auf Sumselbär und sein Board!

PS: wer bei Sharefest herunterlädt, muß mit dem Klammerbeutel gepudert sein.....

Spiegelbest hat gesagt…

Ich hab nie was gegen Lesen.to und Sumselbaer gesagt oder? Gilt für Ebook-Hell.to und all die anderen genauso.

Unsere Files können gerne verteilt werden. Wir haben nur was dagegen, wenn diese Files VERKAUFT werden!!

Anonym hat gesagt…

"Jobdienstleister" verarmen offenbar, wenn auch nicht materiell, doch sie zeigen eine geistige Insolvenz. Nein, eigentlich können sie einem Leid tun. Man spürt in jedem Wort den Mangel und man fühlt ihren Neid. Solche Menschen werden immer in den Niederungen des ständi9gen Mangels böleiben. Ihr eigenes Denken und ihr Missgunst hält sie dort fest."

Ohoh, wieder einer von diesen "leitenden Angestellten" im geistigen Tiefflug, ganz gefährlich. Junge, ich kann dir nur raten einen guten Therapeuten aufzusuchen um dein krankes Ego behandeln zu lassen! Und BITTE, betreibe keine Reproduktion deiner selbst, es gibt schon genug Arschlöcher auf dieser Welt! Danke:-)

Anonym hat gesagt…

Ich habe 4 Jahre an diesem Buch gearbeitet.